Startseite
  Archiv
  Pic´s
  Gästebuch
  Kontakt

 

http://myblog.de/klexi

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
textul pentru germania

NEUEN BOOTS~KONKURRENZ DER STIEFELETTEN
Auch wenn es nichts Langweiligeres gibt, als über das Wetter zu konferieren: Unberührt lässt es einen nicht. Und morgens läuft man zur U-Bahn und denkt sich: Brrrhh, schon wieder zu wenig an. Wenn doch wenigstens die Turnschuhe ... mit Wollsocken ... und später am Abend rennen wir nach Hause, mit kalten Füßen in vom Regen schmatzenden Flipflops. Und dann wundern wir Mädchen uns, dass wir aufs Klo müssen, sobald wir auf dem Sofa sitzen. Und kaum waren wir dort, müssen wir auch schon wieder hin. Einige schlaflose Nächte und zwei Antibiotikatherapien später müssen wir unser Schicksal dann in die Hände homöopathischer Globuli legen und Kaffee, Kaugummi und Minzzahnpasta abschwören. Weil Kügelchen sonst nicht wirken. Und kaum hören wir den Regen, müssen wir wieder auf Toilette, und so geht das weiter, immer weiter. Das, Jungs, nennt man Blasenentzündung./////
SCHWARZ WEISS WINTER
Wäre der kommende Winter ein Mensch, Farbpsychologen würden ihn umgehend an die Klapse überweisen. Dabei ist doch nur die Mode schuld an seiner leicht depressiven Ausstrahlung. Denn wie die Farbwelten von Nebenstraßen-Stilfibeln wie Another Magazine beweisen, befindet sich die Modepsyche derzeit voll am Tiefpunkt. Kurz vor dem Freitod, volle Kanone Herbstdepression, weit und breit kein hoffnungsvolles Grün, kein reizendes Rot und schon gar kein Gute Laune-Gelb. Die Mode sieht diesen Winter mehr als je zuvor Schwarz und Weiß und mitunter auch Mauerblümchen-Grau. Und wenn es hoch kommt, leuchtet mal ein bisschen Lila auf. Doch Lila steht in der Farbpsychologie leider auch nicht für mehr als den letzten Versuch.////
KURT COBAIN IS BACK~MATHEMATIKER MODE TRITT EIN
Der treue Begleiter von Mathematikstudenten hat es auf Platz Eins der Herrenmode-Trendtableaus geschafft! Karo knallt volle Knäcke. Aber, sorry, nicht aufgrund der Mathe-Assoziationen
Das ist die Style-Eilmeldung schlechthin, da muss jetzt gar nicht viel eingeleitet und drumrumgeschrieben werden, ja, wirklich: Im sich verabschiedenden Sommer sollen modebegeisterte junge Männer karierte, farbenfrohe Oberhemden tragen. Mustermäßig ist alles erlaubt: Blauweiß gekachelt wie die bayerische Flagge, psychedelische Farbkombinationen oder einfach rotweißschwarz nach Holzfällerart.
Und doch muss man zwischenfragen: Ämm, bunte Karohemden und Coolness - ist das nicht arg inkompatibel? Man kommt ja erstmal nicht umhin, sofort an die Freizeitbekleidung von Kegelclub-Stammtischen zu denken oder an den Dresscode in der Mathe-Mensa, in der es nach Kopfrechnen-Schweiß und Fleiß und Genialität muffelt, aber ganz sicher nicht nach Modegespür.

Aber: Kein Designer, kein Fashiondirector hat sich hier inspirieren lassen. Der Grund für´s Kommen der Karos ist ein anderer. Zur kleinen Erinnerung: Es gab Zeiten, da war ein Karohemd das Nonplusultra. Ende der 80er Jahre wurde es zum modischen Ausrufezeichen der Grunge-Bewegung, die sich in der Region um Seattle entwickelt hatte. Nicht ganz unschuldig daran war Nirvana-Frontmann Kurt Cobain, der zu Lebzeiten eigentlich kaum etwas anderes trug als karierte Flanellhemden. Dank Kurt Cobain wurde Grunge nicht nur zur neuen Musiksensation, sondern auch zur Modesensation. Und Herr Cobain damit zum Stilvorbild, ob er das nun wollte, oder nicht.
Das war damals. Heute ist der Grunge auch optisch wieder zurück. Weshalb sich das bunte Karohemd so lange Zeit auf den Leib wenig modebewusster Vertreter diverser Subkulturen zurückgezogen hat, kann man sich nicht so recht erklären. Geht es nach den aktuellen Style-Magazinen, wollen diese dem Karohemd wieder das alte Image verpassen.

Auch auf den Laufstegen der Modeschauen für Herbst/Winter mischte sich der Grunge-Look, mit Zweitnamen „Poverty Chic“, unter die Kollektionen. Nach grauschwarz verruchter Rockstar-Mode, Rockabilly-Pünktchen und Britpop-Zebrastreifen ist das Grunge-Karo das neue Mittelpunktmuster des Herbstes. Gerne gesehen auf Hemden, und noch gerner gesehen zu zerschlissenen Jeans, Riesen-Rastafarimützen und "Leck mich doch"-Attitüde. Das Wörtchen Grunge nahm erstaunlicherweise keiner der Designer in den Mund. Und doch schlurfte die verlotterte Rebellion durch die aktuellen Luxusflitter-Modeschauen, auf denen Millionen-Dollar-Roben und Murmeltierpelz-Taschen spazierengeführt wurden.

So gesehen lässt sich aus dem guten, soliden Karohemd echt was machen. Solange man dabei nur die Finger von Nickelbrille und gürtellosen Jeanshosen lässt.
25.7.07 10:03





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung